Info

Unser Jugend- und Kulturzentrum versteht sich als Anlaufpunkt in allen Lebenslagen, auch in schwierigen Situationen sollen unsere BesucherInnen in unserem Haus Hilfe erwarten – und vor allem erhalten. Viele unserer Gäste sehen sich einem ständig wachsenden Leistungsdruck ausgesetzt; das gilt für Schüler und Auszubildende genauso wie für deren Eltern, aber auch für unsere berufstätigen BesucherInnen und jene, die bereits im Ruhestand sind, aber zum Beispiel noch familiären Verpflichtungen nachkommen.

So unterschiedlich unsere Gäste sind, so verschieden sind auch ihre Probleme. Beispielhaft erwähnt seien Schwierigkeiten Erwerbsloser, Formulare für die Bundesagentur für Arbeit auszufüllen; die Suche nach erschwinglichem Mobiliar für einen syrischen Flüchtling; die Vorladung des Gerichts wegen schwerer Körperverletzung; der Liebeskummer eines jungen Mannes; der stetig schwelende Konflikt in einer Familie; der schwer erziehbare Vorschüler; Mobbing in der Schule; der einsame ältere Herr, der nach Unterhaltung sucht. Die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen. Vor allen weiterführenden Angeboten, etwa den Verweis an Fach- oder Beratungsstellen, steht das offene Ohr unserer Mitarbeiter für die Sorgen und Nöte der BesucherInnen.

Selbstverständlich gilt für alle Beratungsgespräche, dass unsere Mitarbeiter die erforderliche Anonymität gewährleisten und die Schweigepflicht einhalten (§ 8a Schweigepflicht und Sozialdatenschutz).

Begründung

In Krisensituationen fällt es Menschen erfahrungsgemäß schwerer, sich fremden Ansprechpartnern zuzuwenden. Das JAM bietet ein extrem niederschwelliges Angebot, um über Probleme in einem vertrauten Umfeld zu sprechen. In weiten Teilen der Bevölkerung ist die große Bandbreite verschiedener institutioneller Hilfsangebote (etwa der kirchlichen Träger) nicht bekannt; die wenigsten wissen um die Vielzahl an Fach- und Beratungsstellen im Landkreis. Hier können unsere Mitarbeiter im Bedarfsfall Kontakte herstellen, gegebenenfalls die Hilfesuchenden dorthin begleiten. Oft ist es aber schon ausreichend, den BesucherInnen durch bloßes Zuhören das Gefühl zu vermitteln, wertgeschätzt zu werden. In manchem persönlichen Gespräch lässt sich ein neuer Blickwinkel auf ein Problem finden, und schon dadurch kann man der Lösung ein Stück näher kommen. Und manchmal tut es ganz einfach gut, sich schlicht auszusprechen.

Ziele

  • Hilfe zur Selbsthilfe biten.
  • Ggf. Vermittlung an weitere Fachstellen.
  • Menschen auf ihrem Entwicklungsweg begleiten und beraten.